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Annette Hannemann (Gesang, Violine)
Cornelia Schumann (Viola, Viola da Spalla, Gesang)
Anna Katharina Schumann (Horn, Bariton, Flügelhorn, Flöten, Gesang)
Georg Arthur Schumann (Akkordeon, Kontrabass, Singende Säge, Gesang)
Michael Sapp (Davul, Rahmentrommeln, Harmonium, Renaissanceukulele)
Über den Jordan zur Elbe: Down By The Riverside
Musik im Spiegel sächsischer Mehrfachidentitäten
Annette Hannemann wurde in Magdeburg geboren und wuchs in der DDR auf. Hört man sie sprechen, klingt es so ursächsisch, wie es nur klingen kann. Beginnt sie zu singen, entfaltet sich völlig selbstverständlich die Welt der Spiritual und Gospel Music, so dass man überzeugt ist, diese Musik müsse ihre Wurzeln doch irgendwo mitten in Sachsen haben.
Ihr Vater: Maschinenbaustudent aus Kamerun auf Ernteeinsatz in der DDR, die Mutter: Dorf-lehrerin in der Nähe von Görlitz – eine eindeutige kulturelle Zugehörigkeit ist in dieser Biografie weder angelegt noch ist sie notwendig. Nach dem Studium der Violine entdeckt Annette Hannemann für sich die großartige Kraft von Gospels und Spirituals und deren gemeinschaftsstiftenden Charakter, was sie fortan als Sängerin und Chorleiterin begleiten wird.
In der Begegnung mit der WIRBELEY gehen unterschiedliche musikalische Traditionen miteinander in einen künstlerischen Dialog. Das Ensemble nimmt Impulse der Gospelmusik auf und lässt eine Verbindung mit dem eigenen weltmusikalischen Repertoire, europäischen Kammermusiktraditionen, Eigenkompositionen und improvisatorischen Elementen entstehen, in der sich europäische und afrikanische Einflüsse gegenseitig bereichern und zu einer gemeinsamen Musiksprache finden.
Regelmäßig taucht in den Programmen der WIRBELEY die europäische Choralmusik auf, meist in Transformationen oder Neuarrangements. Mit Annette Hannemann gehen Werke von Heinrich Schütz, Paul Gerhardt, Josquin Desprez u. a. unerwartet einen lebendigen Dialog mit jenen ganz anderen Ausdrucksformen geistlicher Musik ein.
Persönliche Moderationen, Gespräche und Interaktionen mit dem Publikum geben Einblicke in die Programmentstehung und machen deutlich, wie Offenheit, gegenseitiges Zuhören und Bereitschaft zum Perspektivwechsel den gemeinsamen Schaffensprozess prägen.

